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"Mehr digitale Medien nutzen!"

Nachricht 23. Februar 2018

Facebook, WhatsApp oder Snapchat? Der Osnabrücker Kommunikationsexperte Lars Harden rät den Kirchen: Mehr über neue Medien kommunizieren!

Auf einem Empfang in den evangelischen Kirchenkreisen Hittfeld und Winsen in Buchholz bei Hamburg sprach Harden gemeinsam mit dem Leiter der Kommunikaton der Landeskirche Hannovers Klaus Motoki Tonn über neue und alte Wege der kirchlichen Kommunikation.

Lars Harden: "Ich wünsche mir, dass Kirche die technischen Voraussetzungen aufbaut, um mit allen Kirchenmitgliedern jenseits der bereits genutzten Kanäle in Kontakt treten zu können, ob analog oder digital." Harden ist Professor an der Abteilung Kommunikation und Gesellschaft der Hochschule Osnabrück.

Gemeinsam mit Klaus Motoki Tonn blickte Harden auf die Veranstaltungen zum 500. Jubiläum der Reformation im vergangenen Jahr zurück. Darüber sei deutschlandweit in mehr als 235.000 Beiträgen in Online-Medien, Tages- und Wochenzeitungen berichtet worden. 

"Ich glaube, wir tun als Kirche typischerweise das, was wir besonders gut können mit den uns angestammten Milieus und über die Medien, die wir gut bedienen können", sagte Harden. "Aber schließen wir damit nicht andere Zielgruppen aus?" Jüngere Menschen seien ganz woanders unterwegs: nämlich bei WhatsApp, Instagram und YouTube.

Klaus Motoki Tonn forderte die Kirche dazu auf, noch stärker Themen zu setzen. "Dabei dürfen wir nicht nur auf das Digitale schielen, wir haben mit unseren Gemeindebriefen auch ein großes mediales Pfund." Etwa 74 Prozent der Empfänger läsen den Gemeindebrief. "Dennoch müssen wir hinterfragen, wie wir mit dem Leben in der digitalen Welt umgehen."

Lars Harden

Lars Harden ist Professor in der Abteilung Kommunikation und Gesellschaft der Hochschule Osnabrück. Er rät: technische Vorraussetzungen schaffen, um mit allen Kirchenmitgliern auch auf neuen Wegen in Kontakt treten zu können; sowohl analog als auch digital. 

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In der Präsentation können Sie die wichtigen Fakten nachlesen.